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UI und UX: Bedeutung und Unterschiede verstehen

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Was ist UI und UX?

Wenn es um Produktdesign geht, hören wir oft die Begriffe „User Experience (UX)" und „User Interface (UI)".  Obwohl beide Begriffe nicht neu sind, ist es üblich, dass Menschen, die App- und Web-Design-Software verwenden, diese Begriffe austauschbar oder manchmal falsch verwenden. In diesem Artikel werden wir die Definitionen von UX und UI bereitstellen und die Nuancen zwischen ihnen untersuchen.

UX-Design bezieht sich auf den Begriff „User Experience Design", während UI für „User Interface Design" steht. Beide Elemente sind entscheidend für ein Produkt und arbeiten eng zusammen. Doch trotz ihrer fachlichen Verwandtschaft sind die Rollen selbst recht unterschiedlich und beziehen sich auf ganz verschiedene Aspekte des Produktentwicklungsprozesses und der Designdisziplin.



Was ist UX (User Experience)?

User Experience Design ist eine auf den Menschen ausgerichtete Art der Produktgestaltung. Don Norman, ein Kognitionswissenschaftler und Mitbegründer der Nielsen Norman Group Design Consultancy, wird zugeschrieben, den Begriff "User Experience" in den späten 1990er Jahren geprägt zu haben. Er beschreibt UX so:


User Experience umfasst alle Aspekte der Interaktion des Endbenutzers mit dem Unternehmen, seinen Dienstleistungen und seinen Produkten.

Klar, oder? Nun, du wirst vielleicht sofort bemerken, dass die Definition keinen Bezug zu Technik hat, keine Erwähnung von Digitalem und uns nicht allzu viel darüber sagt, was ein UX-Designer eigentlich macht. Aber wie bei allen Berufen ist es unmöglich, den Prozess aus nur ein paar Worten zu destillieren.

Dennoch sagt uns Don Normans Definition, dass UX-Design, unabhängig vom Medium, alle Interaktionen zwischen einem potenziellen oder aktiven Kunden und einem Unternehmen umfasst. Als wissenschaftlicher Prozess könnte es auf alles angewendet werden; Straßenlaternen, Autos, Ikea-Regale und so weiter.

Obwohl es sich um einen wissenschaftlichen Begriff handelt, wird er seit seiner Entstehung fast ausschließlich in digitalen Bereichen verwendet; ein Grund dafür ist, dass die Tech-Industrie zur Zeit der Erfindung des Begriffs zu explodieren begann.


Im Grunde bezieht sich UX auf alles, was erlebt werden kann - sei es eine Website, eine Kaffeemaschine oder ein Besuch im Supermarkt. Der "User Experience"-Teil bezieht sich auf die Interaktion zwischen dem Benutzer und einem Produkt oder einer Dienstleistung. User Experience Design berücksichtigt also all die verschiedenen Elemente, die dieses Erlebnis ausmachen.

Ein UX-Designer denkt darüber nach, wie sich das Erlebnis für den Benutzer anfühlt und wie einfach es für den Benutzer ist, seine gewünschten Aufgaben zu erfüllen. Ein Beispiel: Wie einfach ist der Checkout-Prozess beim Online-Shopping? Wie einfach ist es für dich, den Gemüseschäler zu greifen? Macht es dir deine Online-Banking-App leicht, Geld zu verwalten?

Der ultimative Zweck von UX-Design ist es, einfache, effiziente, relevante und rundum angenehme Erfahrungen für den Benutzer zu schaffen.

UX-Design „in a nutshell” ist also:

  • der Prozess der Entwicklung und Verbesserung der Qualität der Interaktion zwischen einem Benutzer und allen Facetten eines Unternehmens.
  • theoretisch eine nicht-digitale (kognitionswissenschaftliche) Praxis, wird aber vorwiegend von digitalen Branchen genutzt und definiert.
  • Beim UX-Design geht es NICHT um die Optik; es konzentriert sich auf das Gesamterlebnis.



Was ist UI (User Interface)?

Obwohl es sich um ein älteres und praktiziertes Feld handelt, ist die Frage "Was ist User Interface Design?" aufgrund der großen Vielfalt an Fehlinterpretationen schwer zu beantworten. Während User Experience ein Sammelsurium von Aufgaben ist, die sich auf die Optimierung eines Produkts für eine effektive und angenehme Nutzung konzentrieren, ist User Interface Design sein Komplement; das „Look and Feel“, die Präsentation und Interaktivität eines Produkts.

Aber genau wie UX wird es von den Branchen, die UI-Designer beschäftigen, leicht und oft verwechselt - in einem Ausmaß, dass in verschiedenen Stellenausschreibungen oft völlig unterschiedliche Bezeichnungen für den Beruf verwendet werden.

Schaut man sich Stellenanzeigen und Stellenbeschreibungen für User Interface Designer an, findet man meist Interpretationen des Berufs, die an Grafikdesign angelehnt sind, manchmal auch an Branding Design und sogar Frontend-Entwicklung.

Schaut man sich "Experten"-Definitionen von User Interface Design an, findet man meist Beschreibungen, die zum Teil identisch mit User Experience Design sind - und sich sogar auf die gleichen Strukturtechniken beziehen.

Was ist nun richtig? Die traurige Antwort ist: Weder noch.


Stellen wir also ein für alle Mal klar, was richtig ist. Im Gegensatz zu UX ist User Interface Design ein rein digitaler Begriff. Eine Benutzeroberfläche ist der Punkt der Interaktion zwischen dem Benutzer und einem digitalen Gerät oder Produkt - wie der Touchscreen Ihres Smartphones oder das Touchpad, mit dem Sie auswählen, welche Art von Kaffee Sie aus der Kaffeemaschine wünschen.

In Bezug auf Websites und Apps berücksichtigt das UI-Design das Aussehen, die Haptik und die Interaktivität des Produkts. Es geht darum, sicherzustellen, dass die Benutzeroberfläche eines Produkts so intuitiv wie möglich ist, und das bedeutet, dass jedes einzelne visuelle, interaktive Element, das dem Benutzer begegnen könnte, sorgfältig bedacht wird.

Ein UI-Designer macht sich Gedanken über Icons und Schaltflächen, Typografie und Farbschemata, Abstände, Bilder und responsives Design.

Wie das User Experience Design ist auch das User Interface Design eine vielschichtige und anspruchsvolle Aufgabe. Es ist verantwortlich für die Umsetzung der Entwicklung, der Forschung, des Inhalts und des Layouts eines Produkts in ein attraktives, führendes und responsives Erlebnis für die Benutzer.

Bevor wir die Hauptunterschiede zwischen UX und UI betrachten, lass uns kurz rekapitulieren, worum es beim User Interface (UI)-Design geht:

  • User-Interface-Design ist eine rein digitale Praxis. Es berücksichtigt alle visuellen, interaktiven Elemente einer Produktoberfläche - einschließlich Schaltflächen, Icons, Abstände, Typografie, Farbschemata und Responsive Design.
  • Das Ziel des UI-Designs ist es, den Benutzer visuell durch die Benutzeroberfläche eines Produkts zu führen. Es geht darum, ein intuitives Erlebnis zu schaffen, bei dem der Benutzer nicht zu viel nachdenken muss!
  • UI-Design überträgt die Stärken und visuellen Werte der Marke auf die Benutzeroberfläche eines Produkts und stellt sicher, dass das Design konsistent, kohärent und ästhetisch ansprechend ist.



Der Unterschied zwischen UI und UX

Nachdem wir geklärt haben, was UI und UX bedeuten, wollen wir uns nun die Unterschiede zwischen den beiden Begrifflichkeiten anschauen.  

UI-UX
UX und UI: Unterschiede

Sehen wir uns zuerst die verschiedenen Aufgaben und Verantwortlichkeiten von UX-Designern und UI-Designern an:


UX-Designer Hauptverantwortlichkeiten

  • Inhalt/Strategie: Kundenanalyse, Wettbewerbsanalyse, Produktstruktur/Strategie
  • Prototyping und Wireframing: Prototyping, Testing/Iteration, Entwicklung, Planung, Wireframing
  • Analyse und Ausführung: Abstimmung mit Entwickler(n), Abstimmung mit UI-Designer(n), Analyse und Iteration, Zielverfolgung und Integration


UI-Designer Hauptverantwortlichkeiten

  • Look and Feel: Branding und Grafikentwicklung, User Guides/Storyline, Kundenanalyse, Design Research
  • Reaktionsfähigkeit und Interaktivität: Anpassung an alle Geräte-Bildschirmgrößen, Interaktivität und Animation, Implementierung mit Entwickler, UI-Prototyping, Implementierung mit Entwickler


Trotz der philosophischen Gemeinsamkeiten ist die praktische Anwendung auf dem Markt sehr unterschiedlich. Die drei Hauptunterschiede zwischen UX- und UI-Designern sind:

1. UX befasst sich mit dem Zweck und der Funktionalität des Produkts. UI beschäftigt sich mit der Qualität der Interaktion, die der Endbenutzer mit dem Produkt hat.

2. UI-Design hat eine künstlerische Komponente, da es sich auf das Design und die Schnittstelle mit dem Produkt bezieht. Es beeinflusst, was der Endbenutzer sieht, hört und fühlt. UX hat eher eine soziale Komponente für die Marktforschung und die Kommunikation mit Kunden, um deren Bedürfnisse zu verstehen.

3. UX konzentriert sich auf das Projektmanagement und die Analyse während der gesamten Phase der Ideenfindung, Entwicklung und Lieferung. UI hat eher eine technische Komponente, um die Designkomponenten für das fertige Produkt zu produzieren.


Es ist wichtig zu verstehen, dass UX und UI Hand in Hand gehen; man kann das eine nicht ohne das andere haben. Allerdings musst du keine UI-Design-Fähigkeiten besitzen, um ein UX-Designer zu sein, und umgekehrt - UX und UI sind separate Rollen mit separaten Prozessen und Aufgaben!

Der Hauptunterschied, den es zu beachten gilt, ist der folgende: Beim UX-Design geht es um das Gesamterlebnis, während sich beim UI-Design alles darum dreht, wie die Schnittstellen des Produkts aussehen und funktionieren.



Fazit

Das Design der Benutzeroberfläche (UI) bezieht sich auf die ästhetischen Elemente, mit denen Menschen mit einem Produkt interagieren, z. B. Schaltflächen, Symbole, Menüleisten, Typografie, Farben und mehr. User Experience (UX)-Design bezieht sich auf die Erfahrung, die ein Benutzer bei der Interaktion mit einem Produkt macht. Es konzentriert sich auf die User Journey und darauf, wie effizient und einfach das Produkt zu bedienen ist.

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