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Was macht eigentlich ein UX-Designer?

Inhalt

Was genau machen UX-Designer und was zeichnet sie aus?

Ein UX-Designer konzentriert sich auf alle Aspekte der Entwicklung eines Produkts, einschließlich Design, Benutzerfreundlichkeit, Funktionalität und sogar Branding und Marketing. Ihre Arbeit berührt die gesamte End-to-End-Reise der Interaktion eines Benutzers mit einem Produkt und umfasst die Identifizierung neuer Möglichkeiten für das Produkt und das Unternehmen. Oft werden die Begriffe UX und UI in einem Atemzug genannt. Sie sind zwar komplementär, unterscheiden sich natürlich dennoch stark. Erfahre hier alles darüber, wie sich UX-Design vom UI-Design unterscheidet.

Angesichts des breiten Spektrums ist es nicht verwunderlich, dass UX-Designer je nach Unternehmen und Projekt sehr unterschiedliche Arbeiten ausführen. Tatsächlich wurden in einer Umfrage über 200 verschiedene Berufsbezeichnungen innerhalb des UX-Designs genannt - ganz zu schweigen von den weitreichenden Verantwortlichkeiten. Aber was genau machen UX-Designer?

Es gibt ein paar Schlüsselaspekte im UX-Design-Prozess - eine Gruppe von Kernaktivitäten und Verantwortlichkeiten - die den Großteil der täglichen Arbeit eines UX-Designers ausmachen, ihn vom UI-Designer unterscheiden und welche wir in diesem Artikel aufgreifen. 



Was ist UX-Design?

Bevor wir erkunden, was ein UX-Designer tut, ist es wichtig, zunächst zu klären, was UX-Design eigentlich ist. UX-Design konzentriert sich auf die Interaktion zwischen realen menschlichen Nutzern (wie du und ich) und alltäglichen Produkten und Dienstleistungen, wie Websites, Apps und sogar Kaffeemaschinen. Es ist eine extrem vielfältige Disziplin, die Aspekte der Psychologie, Wirtschaft, Marktforschung, Design und Technologie kombiniert.

Wie du sehen kannst, wird von UX-Designern erwartet, dass sie viele verschiedene „Hüte tragen“! Was ein UX-Designer macht, werden wir uns im zweiten Teil genauer ansehen. Zunächst wollen wir uns ansehen, woher der Begriff UX-Design kommt und wie er sich entwickelt hat.

UX ist nicht neu. Tatsächlich gibt es den Begriff schon seit den frühen neunziger Jahren, geprägt von Donald Norman, als er als Kognitionswissenschaftler für Apple arbeitete. Don Norman interessierte sich für alle Aspekte der Erfahrung eines Benutzers mit einem Produkt oder einer Dienstleistung, einschließlich Industriedesign, Grafik, Benutzeroberfläche und physische Interaktion. Um all die verschiedenen Elemente zu erfassen, die bestimmen, wie sich ein Benutzer bei der Interaktion mit einem Produkt fühlt, erfand er den Begriff "User Experience" (Benutzererfahrung).

Ist das Produkt einfach zu bedienen? Ermöglicht es dir, deine gewünschten Aufgaben mit minimalem Aufwand zu erledigen? Ist sie logisch und effizient? Dies alles sind Indikatoren für eine gute oder schlechte Benutzererfahrung.



Aufgaben von UX-Designern und was sie machen

Was machen UX-Designer tagtäglich? Die Antwort auf diese Frage lautet, wie bei vielen Fragen: Es kommt darauf an. Die Aufgaben eines UX-Designers können sich von Unternehmen zu Unternehmen und manchmal sogar von Projekt zu Projekt innerhalb eines Unternehmens dramatisch unterscheiden. Trotz der Vielfalt, die die Rolle bietet, gibt es einige allgemeine Funktionen, die von einem UX-Designer erwartet werden können, unabhängig von der Firma, in der er oder sie arbeitet.


Im Folgenden haben wir die 6 Hauptaufgaben eines UX-Designers zusammengefasst:

Was-macht-ein-UX-Designer
Das machen UX-Designer: 6 Hauptaufgabenfelder


1. Produktforschung durchführen

Produktforschung (die natürlich auch Nutzer- und Marktforschung umfasst) ist der Ausgangspunkt eines jeden UX-Designers für ein UX-Designprojekt. Sie bildet die Grundlage für großartiges Design, da sie es Designern ermöglicht, Annahmen zu vermeiden und informationsgetriebene Entscheidungen zu treffen.


Produktforschung ist wichtig, weil:

  • Sie lehrt UX-Designer etwas über Benutzer: ihr Verhalten, ihre Ziele, ihre Motivationen und ihre Bedürfnisse.
  • Sie hilft UX-Designern, Industriestandards zu verstehen und Möglichkeiten für das Produkt in einem bestimmten Bereich zu identifizieren. Sie hilft auch bei der Priorisierung verschiedener Aspekte eines Produkts (z. B. Produktmerkmale).


Von der technischen Seite her ist die Produktforschung ein Prozess der Datensammlung durch Kanäle wie:

  • Persönliche Interviews mit Anwendern und Stakeholdern
  • Wettbewerbsanalyse
  • Online-Umfragen
  • Fokus-Gruppen


Die gesammelten Daten werden analysiert und in quantitative und qualitative Informationen umgewandelt. Diese wertvollen Informationen werden für die Entscheidungsfindung genutzt.



2. Personas und Szenarien erstellen

Basierend auf den Ergebnissen der Produktforschung besteht der nächste Schritt für einen UX-Designer darin, wichtige Benutzergruppen zu identifizieren und repräsentative Personas zu erstellen. Eine Persona ist eine fiktive Identität, die eine der Benutzergruppen widerspiegelt, für die sie entworfen werden.

Personas sind nicht die Benutzer, die du willsr, sondern die Benutzer, die du tatsächlich hast. Und obwohl Personas fiktiv sind, sollten sie eine Auswahl eines realen Publikums und dessen Verhaltensweisen repräsentieren. Das Ziel der Erstellung von Personas ist es, Muster widerzuspiegeln, die du bei deinen Benutzern (oder potenziellen Benutzern) identifiziert hast.

Wenn ein UX-Designer Personas identifiziert hat, kann er Szenarien schreiben. Ein Szenario ist eine Erzählung, die "einen Tag im Leben" einer ihrer Personas beschreibt, einschließlich der Frage, wie ihre Website oder App in das Leben ihrer Benutzer passt. Unabhängig davon, ob sie eine App oder eine Website entwerfen, und unabhängig davon, ob es sich um ein neues Produkt oder ein Redesign eines bestehenden Produkts handelt, ist es wichtig, alle Schritte zu durchdenken, die ein Benutzer bei der Interaktion mit dem Produkt ausführen könnte.



3.Die Informationsarchitektur (IA) gestalten

Sobald ein UX-Designer die Recherche durchgeführt und Personas erstellt hat, ist es an der Zeit, die Informationsarchitektur zu definieren. Informationsarchitektur meint hier die Erstellung einer Struktur für eine Website, eine App oder ein anderes Produkt, die es den Benutzern ermöglicht, zu verstehen, wo sie sich befinden und wo sich die gewünschten Informationen in Bezug auf ihre aktuelle Position befinden. Informationsarchitektur resultiert in der Erstellung von Navigation, Hierarchien und Kategorisierungen. Wenn ein UX-Designer zum Beispiel ein Menü auf oberster Ebene entwirft, um den Benutzern zu helfen, zu verstehen, wo sie sich auf einer Website befinden, gestaltet er/sie die Informationsarchitektur.



4. Wireframes erstellen

Sobald die IA gestaltet wurde, ist es an der Zeit, Wireframes zu erstellen. Ein Wireframe ist eine Designleistung, die man am ehesten mit der Arbeit eines UX-Designers in Verbindung bringt. Im Grunde ist ein Wireframe eine extrem reduzierte Darstellung eines Designs. Wireframes sollten jeden Bildschirm(ausschnitt) oder Schritt darstellen, den ein Benutzer bei der Interaktion mit einem Produkt durchlaufen könnte.


Wireframes haben folgende Eigenschaften:

  • Wireframes sind das Rückgrat eines Produktdesigns - sie werden typischerweise als Leitfaden zu Beginn der Entwicklung verwendet und sollten eine Darstellung aller wichtigen Teile des Endprodukts enthalten.
  • Wireframes sollten schnell erstellt werden - UX-Designer müssen UI-Objekte auf vereinfachte Art und Weise darstellen (z.B. mit einfachen Platzhaltern, die Objekte repräsentieren, wie gekreuzte Rechtecke für Bilder).
  • Wireframes werden kaum für Produkttests verwendet (obwohl sie UX-Designern helfen können, in ersten Untersuchungen Feedback zum Design zu sammeln, ersetzen sie nicht die tatsächliche Interaktion mit dem Produkt).



5. Einen Prototyp bauen („Prototyping“)

Viele Leute verwenden die Begriffe "Wireframe" und "Prototyp" austauschbar, aber es gibt einen signifikanten Unterschied zwischen den beiden Design-Ergebnissen. Sie sehen anders aus, sie kommunizieren etwas anderes und sie dienen unterschiedlichen Zwecken. Während Wireframes architektonischen Entwürfen (z.B. einem Gebäudeplan) ähneln, ist ein Prototyp eine nicht mehr stark reduzierte Darstellung des Endprodukts.


Prototypen haben folgende Eigenschaften:

  • Prototypen geben einen Vorgeschmack darauf, wie man mit einem Produkt interagieren kann. Deshalb ist es besser, statische Bilder von interaktiven Designs zu vermeiden und stattdessen einen interaktiven (klickbaren) Prototyp zu verwenden. 
  • Prototypen können ihr volles Potenzial bei Benutzertests ausspielen. Prototypen sollten es dem Benutzer ermöglichen, Inhalte zu erleben und die wichtigsten Interaktionen mit der Benutzeroberfläche auf eine Weise zu testen, die dem Endprodukt ähnelt. Auch wenn der Prototyp vielleicht nicht genau wie das Endprodukt aussieht, sollte er in seiner Intention sehr ähnlich sein.



6. Das Produkt testen

Testen hilft UX-Designern herauszufinden, welche Probleme Benutzer bei der Interaktion mit einem Produkt haben. Eine der häufigsten Arten, wie ein UX-Designer Produkttests durchführen kann, ist die Durchführung von persönlichen Benutzertests, um das Verhalten der Benutzer zu beobachten. Das Sammeln und Analysieren von verbalem und nonverbalem Feedback des Benutzers hilft UX-Designern, ein besseres Benutzererlebnis zu schaffen. 



Fazit: Das machen UX-Designer

UX-Designer verbessern die Benutzerzufriedenheit mit einem Produkt, indem sie dessen Benutzerfreundlichkeit, Zugänglichkeit und Interaktion verbessern. Sie vereinen das traditionelle „Human-Computer-Interaction-Design“ und befassen sich mit der Verbesserung aller Bereiche der Benutzererfahrung mit einem Produkt oder einer Dienstleistung.


Die Zahl der Unternehmen, die UX-Designer einstellen, wird in den nächsten zehn Jahren deutlich steigen, da immer mehr Unternehmen den Wert erkennen, den sie sowohl für den Kunden als auch für das Unternehmen bringen. Laut stellenanzeigen.de verdienen UX-Designer in Deutschland durchschnittlich 48.607€ Gehalt pro Jahr.

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